Warum Familienforschung?

Mein Vater starb bereits 1986 und meine Mutter 1999. Aber erst um 2004 herum stellte ich mit Bedauern fest, dass ich nichts über meine Vorfahren weiß. Von meinen Eltern, die bereits früh aus dem württembergischen Allgäu weggezogen sind, habe ich vor ihrem Tod nicht viele Informationen sammeln können. Beide hatten sie, so vermute ich, ihre eigenen leidvollen Erfahrungen gemacht und sie nicht weiter gegeben.

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Der endgültige Anstoß, die Familienforschung zu meinem Thema zu machen, war dann der Tod meines Bruders im Jahr 2013. Die Endlichkeit meines eigenen Dasein wurde mir deutlich vor Augen geführt. Außerdem wurde mir bewusst, das nach mir möglicherweise niemand mehr ein Interesse an der Familiengeschichte der Altvater interessiert sein könnte.

Eine Anfrage beim Standesamt in Isny im Allgäu, dem Geburtsort meiner Eltern, ergab Kopien der Familienregister meines Großvaters mütterlicherseits und meines Urgroßvaters von der väterlichen Seite. Väterlichenseits war es mir damit möglich, sofort die Mikrofilme der Kirchenbücher im Diözesanarchiv in Rottenburg zu konsultieren.

Nach einem ersten Anfängerfehler hatte ich die Erforschung der Mutterseite erst mal verschoben. Der väterliche Zweig bescherte mir relativ schnelle Erfolge. Mit dem Geburtsdatum meines Urgroßvaters im Jahre 1867 begab ich mich ins Diözesanarchiv in Rottenburg und fand schnell die notwendigen Dokumente, um bis ins 18. Jahrhundert zurück zu kommen. Zudem habe ich alles gesammelt, was nur in irgendeiner Weise zu meinem Familiennamen passte.

Die väterliche Linie ist dennoch bei mir eng begrenzt. Mein eigener Vater kam außerehelich zur Welt. Bislang ist es mir leider nicht gelungen, meinen leiblichen Großvater zu finden. Ob ich hier überhaupt noch Erfolg haben sollte, nach so langer Zeit, kann ich mir nicht vorstellen. Entweder folgt daraus, dass ich in männlicher Abstammung nach einem ganz anderen Namen forschen müsste. Oder ich akzeptiere es, dass mir ein Viertel meiner Ahnen fehlen.


Why Genealogy?

My father died in 1986 and my mother in 1999, but it wasn’t until around 2004 that I realized with regret that I knew nothing about my ancestors. I was not able to gather much information from my parents before they died. They moved away from Württemberg’s Allgäu at an early age. I suppose both of them had their own painful experiences and had not passed them on.

The final impulse to make family research to my topic was then the death of my brother in 2013. The finiteness of my own existence has been clearly shown to me. I also realized that after me no one might be interested in the family history of the Altvaters anymore.

An inquiry at the registry office in Isny im Allgäu, the birthplace of my parents, resulted in copies of the family registers of my maternal grandfather and my paternal great-grandfather. On my father’s side it was thus possible for me to immediately consult the microfilms of the church records in the diocesan archive in Rottenburg.

After a first beginner’s mistake I had postponed the research of the mother side for the moment. The paternal branch gave me relatively fast successes. With the date of birth of my great-grandfather in 1867 I went to the diocesan archive in Rottenburg and quickly found the necessary documents to move back to the 18th century. In addition, I collected everything that in any way matched my own surname.

The paternal line is nevertheless narrowly limited for me. My own father was born out of wedlock. So far I have unfortunately not been able to find my biological grandfather. After such a long time, I can’t imagine whether I should be successful here at all. Either it follows that I would have to search for a completely different name in male descent. Or I accept that I am missing a quarter of my ancestors.

Es grüßt euch euer Micha / Best regards from Micha

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