Warum Ahnenforschung?

Mein Vater starb bereits 1986 und meine Mutter 1999. Aber erst um 2004 herum stellte ich mit Bedauern fest, dass ich nichts über meine Vorfahren weiß. Von meinen Eltern, die bereits früh aus dem württembergischen Allgäu weggezogen sind, habe ich vor ihrem Tod nicht viele Informationen sammeln können. Beide hatten sie, so vermute ich, ihre eigenen leidvollen Erfahrungen gemacht und sie nicht weiter gegeben.

Eine Anfrage beim Standesamt in Isny im Allgäu, dem Geburtsort meiner Eltern, ergab Kopien der Familienregister meines Großvaters mütterlicherseits und meines Urgroßvaters von der väterlichen Seite. Väterlichenseits war es mir damit möglich, sofort die Mikrofilme der Kirchenbücher im Diözesanarchiv in Rottenburg zu konsultieren.

Nach einem ersten Anfängerfehler hatte ich die Erforschung der Mutterseite erst mal verschoben. Der väterliche Zweig bescherte mir relativ schnelle Erfolge. Mit dem Geburtsdatum meines Urgroßvaters im Jahre 1867 begab ich mich ins Diözesanarchiv in Rottenburg und fand schnell die notwendigen Dokumente, um bis ins 18. Jahrhundert zurück zu kommen. Zudem habe ich alles gesammelt, was nur in irgendeiner Weise zu meinem Familiennamen passte.

Die väterliche Linie ist dennoch bei mir eng begrenzt. Mein eigener Vater kam außerehelich zur Welt. Bislang ist es mir leider nicht gelungen, meinen leiblichen Großvater zu finden. Ob ich hier überhaupt noch Erfolg haben sollte, nach so langer Zeit, kann ich mir nicht vorstellen. Entweder folgt daraus, dass ich in männlicher Abstammung nach einem ganz anderen Namen forschen müsste. Oder ich akzeptiere es, dass mir ein Viertel meiner Ahnen fehlen.

Es grüßt euch euer Micha

Why Genealogy?

My father died in 1986 and my mother in 1999. But it was not until around 2004 that I regretfully realized that I did not know anything about my ancestors. From my parents, who moved away early from their home town in the Württemberg Allgäu, I could not gather much information before their death. Both of them, I suspect, made their own painful experiences and did not pass them on.

A request to the registry office in Isny im Allgäu, the birthplace of my parents, resulted in copies of the family records for my maternal grandfather and for my paternal great-grandfather’s side. On that side I was able to consult immediately the microfiches of the church books in the diocesan archives in Rottenburg.

After a first rookie mistake, I had postponed the research of the mother side first. The paternal branch brought me relatively quick success. With the date of birth of my great-grandfather in 1867, I went to the diocesan archives in Rottenburg and quickly found the necessary documents to come back to the 18th century. I also collected everything that matched my family name in any way.

The paternal line is still limited to me. My own father was born out of wedlock. So far I have not been able to find fis father, my other grandfather. Whether I should succeed here after such a long time, I can‘t imagine. Either it follows that in male descent I would have to search for a completely different name. Or I accept that I miss a quarter of my ancestors.

Greetings from Micha

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