Neue Quellen für die Online-Recherche

Das Titelbild dieses Beitrags ist ein Ausschnitt aus dem Gesamtbild von:
Landesarchiv Baden-Württemberg

Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg  F901 Bd. 1452 Bild 22
Permalink http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-181490-22

Am Montag dieser Woche war ich wiederum im Diözesanarchiv in Rottenburg. Ich hatte mir zwei Themen zurecht gelegt. Aber mir war klar, dass ich nur eines wirklich erledigen konnte. Erst auf der Fahrt entschied ich mich, welches ich in Angriff nehmen wollte.

Ich wollte mir entweder die Kirchenbücher von Reichenhofen, hier besonders die Einträge des Weilers Vorderstriemen, oder die Bücher von Oeffingen vornehmen. Ich entschied mich richtig für Oeffingen. Über meine Oeffinger Vorfahren wird hier in Kürze ein eigener Artikel erscheinen.

Nach meiner Rückkehr aus Rottenburg rief ich die Nachrichten aus der Mailingliste für Familienforschung in Baden-Württemberg ab. Ein Beitrag teilte mit, dass das Staatsarchiv Ludwigsburg, eine Abteilung des Landesarchivs Baden-Württemberg, die dort gesammelten Zweitschriften der katholischen Kirchenbücher als Bilddateien online gestellt hat.

Diese Zweitschriften wurden in den einzelnen Pfarreien auf Anordnung des Innenministeriums des Königreichs Württemberg ab etwa 1808 bis zur Einführung der Standesämter 1875 geführt. In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden die Zweitschriften zur Sicherung des Bestandes an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben. Natürlich galten die ministeriellen Anordnungen auch für evangelische Gemeinden. Der vom Staatsarchiv veröffentlichte Bestand umfasst hier allerdings ausschließlich die katholischen Kirchenbücher. Die Bestandssignatur lautet F 901.

Vergangenen Mittwoch habe ich das Angebot zum ersten Mal genutzt. Den mir aus einer anderen Quelle bekannten Vorfahr Stephan Stölzle konnte ich in den Familienregistern für Vorderstriemen als Stephan Stelzle identifizieren. Hier sorgte eindeutig der schwäbische Dialekt fur die abweichende Schreibweise. Was der Pfarrer gehört hat, das hat er auch aufgeschrieben. Außerdem konnte ich mit Fidelius Stelzle eine weitere Generation dokumentieren.

Das Titelbild dieses Beitrags zeigt den Eintrag aus dem Eheregister für Joseph Altvater, Sohn des Maximilian Altvater und der Anna Maria Hummel, alle aus Hirschbronn. Im Jahre 1851 war Joseph Wittwer und hatte die wesentlich jüngere Kreszenz Schöllhorn aus Haslach geheiratet. Diese Informationen stehen ebenfalls im neuen Onlinebestand zur Verfügung. Der gemeinsame Vorfahr von Joseph, Maximilian und mir ist vermutlich Martinus Altvatter, geboren 1657 in Rottum.

Für diejenigen, die nun gerne ein wenig stöbern wollen, eignet sich die Einstiegsseite in diesen Bestand. Eine Übersicht der Pfarreien, die bereits online verfügbar sind, findet man auch im Blog von Stephanie Schosser.

Bequemliche Grüße ob der Möglichkeit, von zu Hause aus zu forschen sendet

euer Micha

25. Oktober 2014 von Micha Altvater
Kategorien: Ahnen- und Familienforschung | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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